Genna erzählt...

 

Auf der Suche...  Die Monate vor meiner Geburt

 

Als mein Frauchen im November 2007 erfuhr, dass ihr Hund Lukas schwer krank war und vielleicht nur noch wenige Wochen zu leben hatte, war der Schock natürlich groß. Es war einfach unvorstellbar, dass Lukas in Kürze nicht mehr da sein würde . Zwölf Jahre sind eine so lange Zeit – aber nicht lange genug!! Einerseits war es für sie und ihre Familie schrecklich, zu wissen, dass Lukas bald sterben muss, aber andererseits konnte er  so noch besonders verwöhnt werden (das hat er ganz schnell raus gefunden...;-)!


Aber so unvorstellbar es ohne Lukas auch war –  auf einmal ganz ohne Hund zu sein ... das war einfach unmöglich!!

Nun sollte Frauchens großer Wunsch, einmal einen Langhaarschäferhundwelpen großzuziehen, nach vielen Jahr(zehnt)en endlich in Erfüllung gehen!


Also wurden viele, viele Stunden lang im Internet nach einem Langhaarschäferhund-Züchter gesucht. Leider (oder zum Glück?) gibt es davon in Süddeutschland nicht allzu viele, aber der Zufall führte Frauchen auf die Homepage der Familie Kessler in Friedenweiler. Nach langen Telefonaten war klar, von hier soll ein Welpe aus dem nächsten Wurf kommen - allerdings nur unter Vorbehalt, denn wenn Lukas zu dem Zeitpunkt noch leben sollte, würden Frauchen ihm auf gar keinen Fall einen jungen Hüpfer vor die Nase setzen!! Dann hätten sie selbstverständlich noch gewartet!

 

Aber auch wenn die Freude darüber, endlich eine nette und vertrauenserweckende Züchterin gefunden zu haben, noch etwas gedämpft war durch den nahenden Abschied von Lukas, war es doch ganz schrecklich, kurze Zeit  später zu erfahren, dass die Zuchthündin, die eigentlich im April ihren zweiten Wurf haben sollte, aufgrund einer Gebärmuttervereiterung notfallmäßig kastriert werden musste...

Also sollte es doch leider kein Bärchen aus dem Schwarzwald werden - schade! Aber Manuela Kessler konnte meinem traurigen Frauchen weiterhelfen (Danke, Manu!!) und hat ihr die Telefonnummer einer befreundeten Züchterin aus der Schweiz gegeben. Der Anruf bei Moni Müller wurde natürlich sofort erledigt ;-) Und es hat geklappt!! Frauchen würde ein kleines Bärchen (MICH!!) aus dem nächsten Wurf (erwartet ca. Mitte Mai) nehmen können!

Darf ich vorstellen: Meine zukünftigen Eltern Arka von Phoenixson und Rascal von den Wolfsgruben!! Sind sie nicht ein wunderschönes Paar?

 

Das einzige, was Frauchen trotz der freudigen Nachricht noch ziemlich traurig machte, war die Tatsache, dass der geliebte Lukas wohl nicht mehr lange leben würde...

 

Nachdem Arka von Rascal gedeckt wurde, begann für mein Frauchen die Zeit des Wartens, ob Arka überhaupt trächtig ist. Wochen später kam dann der ersehnte Anruf: Trächtig mit mindestens fünf Welpen! 

 

In der Zwischenzeit musste Frauchen ihren Lukas leider schweren Herzens gehen lassen, denn die Tumore an Milz und Leber hatten vermutlich zu Lungenmetastasen geführt, so dass der arme Lukas zum Schluss nur noch schlecht Luft bekam. Das konnte Frauchen ihrem geliebten Bärchen nicht länger antun...


18. Mai 2008 - Mein Geburtstag


Eigentlich wollte mein Frauchen ja "auf gar keinen Fall" eine Hündin!! Nein, ein großer, starker Rüde sollte es sein - unbedingt!! ;-) So warteten alle gespannt auf die Geburt der kleinen Wolfsgrübler. Ein größerer Wurf sollte es laut Ultraschall werden, da wären ja sicherlich auch genügend Rüden dabei (denn drei Rüden waren bereits schon lange vor der Geburt vergeben)...

 

 

Aber nicht immer kommt es wie geplant, denn meine Mama Arka bekam nun "nur" drei Rüden und drei Hündinnen...

Was tun?? Da war guter Rat teuer! Frauchen hat den ganzen Nachmittag hin- und herüberlegt und mit ganz vielen Leuten telefoniert, weil sie sich nicht sicher war, ob sie jetzt tatsächlich eine Hündin nehmen soll, obwohl sie sich das ja als "Nur-Rüden-Besitzerin" irgendwie so gar nicht vorstellen konnte... Bis abends hatte sie noch Zeit, bis dahin musste die schwierige Entscheidung gefallen sein!!!

Aber sie hat sich richtig entschieden, denn...

 

...sie hat mich genommen!!

 

Ich war zwar (noch) nicht gerade gross und sooo stark auch (noch) nicht, aber dafür eine supersüße Maus!! Na ja, bisher kannte sie mich ja nur von den allerersten Fotos (und wusste vor allem noch gar nicht, welche der kleinen "Maulwürfe" ich sein würde...)!


  20. Juni 2008 - Der erste Besuch oder... ich suche mir mein Frauchen aus!!!

 

 

 

Da stand mein Frauchen an diesem wunderschönen Freitag Nachmittag in Oberhallau im schweizerischen Kanton Schaffhausen nun ganz fassungslos vor unserem Welpenauslauf und staunte, dass wir alle mit vier Wochen noch sooo winzig klein waren! Und das sollten einmal große, starke Schäferhunde werden?!?

 

Meine Geschwister waren alle müde, denn es war ziemlich heiß, aber ich war natürlich wach und begrüßte meine zukünftiges Frauchen (die noch gar nicht wusste, dass ICH ihre Genna werden sollte...) gleich mal schwanzwedelnd am Gitter! Frauchen hat mich aber irgendwie gar nicht so richtig zur Kenntnis genommen, denn eigentlich war ich schon vergeben. Deshalb hat sie sich viel mehr mit meiner Schwester als mit mir beschäftigt...! Meine Schwester war nicht ganz so "wild" wie ich - eher eine etwas ruhigere. Die dritte im Bunde hatte an diesem Mittag sowieso nur geschlafen, das war die Kuschelmaus von uns drei Mädels. Ob mein Temperament allerdings der Grund war, warum ich dann doch nicht ausgesucht wurde... das weiß ich nicht.

Aber als mein Frauchen das zwei Wochen später hörte, hat sie sich sofort für mich entschieden - uuups, das war knapp! Ab sofort war ich "Geneviève von den Wolfsgruben"! Na ja, so ruft mich keiner, denn dafür bin ich viiiiel zu schnell!!

Bis die erst "Ge - ne - vi - è - heeeve" gerufen hätten, wäre ich schon längst über alle Berge... Aber für die Abkürzung "Genna" reicht es gerade noch! ;-)


18. Juli 2008 - Die spannende Reise ins neue Zuhause!!

Puuuhhh!!

Dass ich tatsächlich bis in mein neues Zuhause gekommen bin, grenzt schon beinahe ein Wunder, denn es war gar nicht so einfach, mich nach Deutschland zu bekommen!!

Das große Problem war, dass ich mit meinen acht Wochen ja noch nicht gegen Tollwut geimpft war. Und diese Impfung ist nun einmal Vorschrift, wenn Hund von der Schweiz nach Deutschland einreisen will!

 

(Die Alternative wäre gewesen, mich einfach heimlich "hinüberzuschmuggeln" und das wollte mein Frauchen auf gar keinen Fall!! Nein, das sollte schon alles seine Richtigkeit haben!)

 

Die letzten Tage waren sehr aufregend für meine neue Familie, denn bis zum letzten Tag war nicht klar, ob alle Papiere, Stempel und wer weiß was vorhanden waren, damit ich "ordnungsgemäß" nach Deutschland einreisen konnte! Aber meine Züchterin und mein Frauchen und auch ein einige sehr nette hilfsbereite Menschen von den Ämtern und bei den Tierärzten haben alles in Bewegung gesetzt, damit ich endlich auch nach Hause kommen durfte (alle meine Geschwister waren nämlich in den letzten Tagen schon abgeholt worden...).

 

Zwei Tage vorher hatte mein Frauchen erfahren, dass man mitnichten nur einen Impfpass und einen Chip vorweisen musste, um mit einem achtwöchigen Welpen aus der Schweiz (einem sogenannten "Drittland") in die EU einzureisen!! Und das, obwohl sie sich Wochen vorher bereits bei diversen Ämtern erkundigt hatte und ihr keiner etwas davon gesagt hatte...!! Eine Einfuhrbescheinigung vom Regierungspräsidium musste her - und das innerhalb der nächsten 48 Stunden!! "Unmöglich, das dauert mindestens zwei Wochen!", meinte der zuständige Sachbearbeiter, der normalerweise eigentlich im Urlaub gewesen wäre, "Aber ich werde versuchen, ob es doch machbar ist!" Er hat es geschafft, Frauchen konnte am nächsten Morgen die Unterlagen abholen!!

 

Nun fehlte noch der Anruf beim Grenztierarzt in Weil am Rhein, damit sicher war, dass dieser für die morgige Einreise auch tatsächlich dort war. Der diensthabende Tierarzt war aber nicht zu erreichen. Eine hilfsbereite Mitarbeiterin des Veterinäramtes in Lörrach konnte ihn aber zum Glück ausfindig machen. Gut, dass wir angerufen hatten, denn der Grenztierarzt ist Freitags nur bis 16:00 Uhr anwesend, der Notdienst kommt dann noch einmal von 19:00 bis 20:00 Uhr. Das müsste gut zu schaffen sein - dachten alle!!

 

Aber keiner hatte damit gerechnet, dass das letzte Formular, das unbedingt nötig zur Einreise wäre (darauf machte der Grenztierarzt nochmals aufmerksam - ohne das ginge gar nichts!!) solche Probleme bereiten würde! Es war die Bestätigung des Amtstierarztes des Kantons Schaffhausen, dass der Hund - also ich! - mit keinem tollwütigen Tier in Berührung gekommen und dass keine Tollwut in der Umgebung aufgetreten ist. Meine Züchterin hat dann versucht, den Amtstierarzt zu erreichen, aber der war in Urlaub. Das Veterinäramt meinte zu meiner Züchterin, das könne auch ein "normaler" Tierarzt unterzeichnen, aber Frauchen hat dann überall herumtelefoniert und erfahren, dass unbedingt die Unterschrift vom Amtstierarzt nötig wäre. Also musste die Vertretung ermittelt werden. Als dann endlich klar war, wer denn überhaupt zuständig wäre, hat meine Züchterin mich dann ganz schnell ins Auto gepackt und auf den letzten Drücker den stellvertretenden Amtstierarzt noch erwischt, bevor der ins freie Wochenende verschwand... Also buchstäblich um "kurz vor 12" hatten wir dann alle erforderlichen Unterlagen beisammen!! In der Zwischenzeit hatte sich mein Frauchen mit einer lieben Freundin (Danke, Kathy!!!!!) auf den Weg zu uns nach Oberhallau gemacht.

 

Um 16:00 Uhr war dann der Kaffee getrunken, alle Formalitäten erledigt, Futter und Spielzeug übergeben, alle Abschiedsfotos gemacht und ich konnte mich mit meiner neuen Familie auf den Weg ins neue Zuhause machen! Da wir einen großen Umweg über Zürich machen mussten (denn sonst hätte man ja zweimal die deutsch-schweizerische Grenze überqueren müssen, was ja ohne Tollwutimpfung nicht geht), haben wir uns schon etwas beeilt, denn wir mussten ja bis allerspätestens 20:00 Uhr an der Grenze sein. Nun ja, wir haben zumindest versucht, uns zu beeilen, denn nach den ersten 40 Kilometern standen wir dann die meiste Zeit im Stau...

 

 Nun wurde es knapp!! Um kurz nach halb acht hatten wir es endlich fast geschafft! Wir waren am Grenzübergang, aber standen hinter Unmengen Lastwagen, die alle einreisen wollten... Mein Frauchen hat sich dann um 10 vor acht die Papiere geschnappt und ist zu Fuß über die Grenze gelaufen, um dem Grenztierarzt mitzuteilen, dass wir zwar da seien, aber im LKW-Stau stünden!

Zum Glück hatte er Erbarmen mit uns, denn er hat gewartet, bis wir über die Grenze fahren konnten.


Nach nur fünf Minuten Untersuchung und Abstempeln der Formulare war ich ENDLICH in Deutschland!! Nun mussten nun noch schnell die Einfuhrsteuern bezahlt und ich von den Grenzbeamten begutachtet werden und dann konnten wir endlich die letzte Strecke ins neue Zuhause in Angriff nehmen. (Dass ausgerechnet in dem Augenblick dann der Zollcomputer seinen Geist aufgeben musste und die Zahlung dann fast 45 Minuten dauerte, konnte ja niemand vorhersehen...)

 

Na ja, wir haben es dann doch noch geschafft (es hat nur statt knapp 1,5 Stunden wie auf der Hinfahrt schlappe 6,5 Stunden gedauert) - und das mit mir im Auto!! Ich war soooo lieb, habe weder Pipi reingemacht noch wurde mir schlecht, noch nicht mal gejammert habe ich! (Dank Dir Moni, denn Du hast die Kleinen super daran gewöhnt, Du bist einfach die Beste!!!)

 

Nun bin ich endlich ZUHAUSE!!!

 

Aktuelles

 

 

30.01.2018

Die neue Website "Campinghund" wird gerade erstellt!

Dort sollen zukünftig ganz viele hundefreundliche Campingplätze und Wohnmobilstellplätze gesammelt werden.

Auch Gennas Reiseblogs werden zukünftig dort gespeichert! Also nicht wundern, wenn sie hier nicht mehr auftauchen, sondern einfach beim "Campinghund" weiterlesen! ;-)


Alle Änderungen gibt es hier!


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