Obedience - Trainingstagebuch


Leider war es mir aufgrund vieler beruflicher und privater Termine nicht möglich, in den vergangenen 18 Monaten das Trainingstagebuch weiterzuführen. Vielleicht klappt es ja in den kommenden Monaten endlich wieder!!


Den neuesten Eintrag findet Ihr jeweils oben!

Ich habe versucht, die einzelnen Übungen und unser Training so zu beschreiben, dass auch jemand, der sich (bisher ;-) nicht mit Obedience beschäftigt hat, damit etwas anfangen kann. Wenn das nicht der Fall sein sollte, meldet Euch bitte!!!

Hier findet Ihr den Link zur aktuellen internationalen Obedience-Prüfungsordnung (PO) des VHD für die Klassen Beginner, 1 bis 3, gültig seit 01.01.2013.

(Hier findet Ihr den Link zur alten Obedience-Prüfungsordnung (PO) des VHD, gültig bis 31.12.2011 bzw. noch bis Ende 2012 anwendbar.)

 

Nun geht es aber los mit dem Obedience-Trainingstagebuch! Zur Übersichtlichkeit werden bei den älteren Beiträgen nur die Überschriften angezeigt. Durch Anklicken öffnet sich dann der entsprechende Tagebucheintrag!

 


Trainingstagebuch 2012


Nun kommt die neue Prüfungsordnung doch noch...

War doch bisher auf unserem Hundeplatz geplant, die Herbstprüfung dieses Jahr für die Klassen 1 und 2 auch noch nach der alten Prüfungsordnung von 2007 durchzuführen, so heißt es seit gestern abend "Umdenken"! Denn nun soll - ganz überraschend - die kommende Prüfung im Oktober doch schon nach der neuen internationalen FCI-Prüfungsordnung vom 01.01.2012 gerichtet werden!!!

 

Na ja, erst dachte ich, uns trifft es ja insofern nicht sooo schlimm, da die anderen Übungen ja auch alle noch hätten trainiert werden müssen, aaaaaber.... inzwischen weiß ich, dass ein paar Veränderungen dabei sind, die nun einen erheblichen Trainingsaufwand bedeuten! Dafür fällt das ein oder andere - was schon gut geklappt hat! - leider komplett weg!!! *grrrr*

 

Aber hier erst einmal die Kurzübersicht der neuen Prüfungsordnung (PO) für die internationale Klasse 2 und zum Vergleich die Änderungen zur bisherigen:

 

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Training für Klasse 2 - ein Neuanfang!

Viele Monate haben wir nun gefaulenzt, Obediencetraining immer nur mal ansatzweise gemacht... Nachdem wir deswegen nun ein Jahr lang bei keiner Prüfung mehr gemeldet waren, wollen wir es doch noch einmal wissen und starten voller Energie ins neue Trainingsjahr!! "Obedience-Prüfung Klasse 2", wir kommen!!!

Im Oktober ist es so weit, diesmal wollen wir starten!

 

Aber bis dorthin ist es noch ein weiter Weg! Etliche neue Übungen und die alten Übungen unter wesentlich verschärften Bedingungen (der "Anfänger-Bonus" entfällt natürlich bei Klasse 2) erwarten uns ja, wie bereits im Juni vergangenen Jahres beschrieben!

 

Bei einigen Übungen fangen wir quasi bei Null an, aber was soll's, noch ist Zeit!

 

Da auch der letzte Eintrag im Trainingsblog bereits fast genau ein Jahr (uuuppps!!!) alt ist, hier noch einmal der Link zur Beschreibung der Übungen für Klasse 2!

 

Und so schaut es im Moment  zu Trainingsbeginn mit den Übungen aus:

 

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Trainingstagebuch 2011


Update Obedience-Training

Heute war unser zweites "richtiges" Training in der Gruppe, die für Klasse 2 und 3 trainiert. Wir sind hier die einzigen "Anfänger" in dieser Gruppe, alle anderen trainieren hier schon seit vielen Monaten und Jahren! Aber was soll's - da müssen wir durch!  ;-)

 

Hier nun die Veränderungen/Fortschritte der Übungen, die wir heute geübt haben (die komplette Beschreibungen aller Übungen, die wir für die Klasse 2 trainieren müssen, findet Ihr hier):


zu 1. Zwei Minuten Sitzen mit Sichtkontakt

 

Die Gruppenübungen haben wir ja seit der Prüfung nicht mehr gemacht. Und heute ging es gleich mit den erhöhten Anforderungen für die Klasse 2 los!

Genna hat unmittelbar nach meinem Umdrehen versucht, sich hinzulegen, ist aber sofort auf ein Kommando von mir korrekt sitzen geblieben. Danach saß sie die ganzen zwei Minuten absolut still, ohne mit den Pfoten zu zappeln, ohne zu jammern und das, obwohl die Hunde neben ihr sehr unruhig waren, sich gekratzt , sich hingelegt und wieder aufgesetzt haben. Also hat sie diese Übung - für das erste Mal - doch schon sehr schön gemacht!

zu 2. Drei Minuten Liegen ohne Sichtkontakt

 

Diese Übung ist  für Genna ja vollkommen neu. Deshalb haben wir nun vorsichtig damit angefangen, dass ich innerhalb der drei Minuten immer mal wieder für kurze Zeit verschwinde und wieder auftauche, Genna gleich bestätige und wieder weggehe.

Die letzte MInute war ich dann komplett verschwunden. Genna war schon etwas beunruhigt, lag mit gerecktem Hals da und versuchte, mich zu sehen. Aber sie ist total ruhig liegen geblieben!!! So schööön!!!

zu 3. Freifolge

 

Seit ich einen Ball (oder eher zwei Bälle) zur Bestätigung dabei habe, läuft Genna absolut aufmerksam, lässt mich nicht mehr aus den Augen!! Und das nicht nur im heimischen Garten oder Park, sondern auch heute beim Training!!! Ich staune nur noch.......!!!

 

Vermutlich läuft sie immer noch zweigleisig, aber sie ist bei mir!!! Und das ist doch schon ein Riesenfortschritt im Vergleich zur Freifolge vor vier Wochen!

 

Für das engere Laufen der Linkskehrtwendung - die uns ja immer schon ein Problem bereitet hat, weil das "lange Elend" nicht die Kurve kriegt! -  haben wir auch einen neue Übung als "Hausaufgabe" mitbekommen: Genna lernt nun, während sie locker "bei Fuß" neben mir her läuft, eine enge Linksdrehung um sich selbst zu machen (anfangs geführt durch ein Leckerchen in der linken Hand). Später werde ich dann einfach links um sie herum mitlaufen und schon haben wir eine enge Linkskehrtwendung!

So ist zumindest mal der Plan...! Hoffentlich klappt es, aber die Vorübungen sahen schon mal ganz vielversprechend aus!

zu 6. Voraussenden in ein Viereck

 

Damit Genna nicht - wie im letzten Training - verunsichert ist, weil sie nicht mehr vor dem Zurückschicken in der Box liegen darf, fangen wir jetzt wieder quasi "neu" mit der Box an.

Dabei wird ein Target oder ein Spielzeug in die Box gelegt  und liegengelassen oder auch unbemerkt herausgenommen. Somit weiß Genna nun nie, ob etwas in der Box liegt oder nicht. Da sie aber nachgucken will - es könnte ja sein, das diesmal was drin ist! - flitzt sie natürlich wieder schnell zur Box, auch wenn sie vorher nicht dort lag. Ich denke, das ist eine gute Möglichkeit, sie "bei der Stange" zu halten, auch wenn in der Prüfung nichts in der Box liegt. Das hat auch zum Schluss gut funktioniert.

 

Was bei der Box (bzw. grundsätzlich beim Abholen, wenn Genna liegt) zusätzlich noch eine Aufgabe ist - man erinnere sich an die Prüfung...! -  ist das Liegenbleiben bis zum Sitz-Kommando. Das üben wir parallel dazu.(Denn leider ist sie heute auch wieder aufgestanden, als ich mich neben sie gestellt habe!)

zu 7. Apport über die Hürde

 

Heute haben wir zum ersten Mal das Apportieren eines Holzapportels über die Hürde ausprobiert. Nachdem Genna mit einem Spielzeug ja meist Unsinn im Plüschköpfchen hat, habe ich mir heute gedacht, wir probieren es mal mit dem "richtigen" Apportel!

Es hat auf Anhieb funktioniert: Hinsprung, Apportel aufnehmen, Rücksprung mit Apportel und Hinsetzen in Grundstellung! Als ob wir das wochenlang geübt hätten!! Einfach toll!!!

zu 8. Metallapport

Nachdem wir nun eine Woche lang jeden Tag fleißig in der Wohnung geübt hatten, war heute "Outdoor-Premiere" angesagt! Wir haben den Metallapport nun erstmals draußen (und dann auch gleich noch während des Trainings!) ausprobiert! Und es hat einwandfrei geklappt!!! Genna hat das Metallapportel ohne zu zögern aufgenommen und es auf eine Distanz von ca. 10-12 Metern es in flottem Tempo zu mir zurückgebracht! (Auf die Grundstellung verzichte ich im Moment).  Suuuuper!!!!

zu "Spielen üben"

 

Seit ich nun immer zwei Bälle beim Training dabei habe, ist das Spielen sogar auf dem Hundeplatz auch schon - einigermaßen - möglich! Genna zieht zwar gerade anfangs immer noch einen größeren Kreis um mich herum, kommt aber sehr schnell auch wieder, um den einen Ball gegen den anderen einzutauschen!

Aber das freie Werfen eines Spielis auf dem Hundeplatz wäre vor zwei Wochen noch nicht möglich gewesen!! Das wird schon!!! ;-)

 

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Und weiter geht's - in der Klasse 2

Nach der Prüfung ist vor der Prüfung! - oder wie heißt das so schön?

Tja, unsere nächste geplante Prüfung ist die Obedience Klasse 2 (oder wir starten vorher nochmal in der Klasse 1... wer weiß).

Nun wird alles anders... oha, die Anforderungen steigen auf einmal gigantisch, obwohl so viele neue Übungen ja gar nicht dazukamen!!

Ooookaaay.... nicht ganz so einfach, aber ... packen wirs an!!!  

 

 ... Klasse 2 - wir kommen!!!


Aber bis es soweit ist, haben wir noch unglaublich viel zu lernen...

Irgendwie scheint es immer mehr zu werden, obwohl die Anzahl der Übungen immer gleich bleibt! Aber vermutlich liegt es daran, dass die Übungen an sich immer schwieriger werden.

Auch diesmal habe ich im folgenden Text die einzelnen Übungen (kursive Schrift) und unseren derzeitigen Trainingsstand (normale Schrift) beschrieben.

 

Das sind nun die Übungen für die Obedience-Klasse 2 (nicht wundern, die Fotos sind Standbilder aus dem letzten Prüfungsvideo, die Qualität ist nicht gerade berauschend...):

 

1. Zwei Minuten sitzen mit Sichtkontakt
(Koeffizient: 2x)

 Die Hundeführer stehen mit 3 Meter Abstand in einer Reihe nebeneinander in Grundstellung. Auf Anweisung des Ringstewards entfernen sich alle HF gleichzeitig ca. 20 m von den Hunden. Die Hunde müssen zwei Minuten ruhig sitzen bleiben. Danach gehen die HF wieder zurück neben den Hund.



Bisher musste Genna für die Klasse 1 ja nur eine Minute sitzen. Da sie eher am Anfang unruhig sitzt und sich dann beruhigt, müssen wir wohl weniger an der Dauer, als an der Anfangsunruhe arbeiten. Sie ist nämlich immer zuerst hibbelig, jammert auch mal leise und trippelt mit den Vorderpfoten. Vielleicht liegt es auf dem Hundeplatz auch daran, dass dies immer die erste Übung ist, die trainiert wird. Genna ist ja leider immer noch ziemlich aufgeregt, wenn sie auf den Platz darf, so dass es ihr gerade in der ersten Viertelstunde ziemlich schwer fällt, "cool" zu bleiben ;-)

Wenn wir diese Übung nämlich außerhalb des Hundeplatzes üben, sitzt sie auch am Anfang schon sehr ruhig.

2. Drei Minuten liegen ohne Sichtkontakt (2x)

Die Hunde werden der Reihe einzeln (auf Anweisung) nach vom Sitz ins "Platz" gebracht. Danach entfernen sich alle HF gleichzeitig von den Hunden und begeben sich außer Sichtweite. Die Hunde müssen drei Minuten ruhig liegen bleiben, die Zeit beginnt, wenn der letzte HF außer Sicht ist.Nach ca. einer Minute geht der Ringsteward direkt vor und/oder hinter und zwischen den Hunden durch.

 

Nach Ablauf der drei Minuten kommen die HF auf Anweisung wieder in Sichtweite und warten ca. 20 m von den Hunden entfernt. Auf Aufforderung des Ringstewards begeben sich alle HF wieder zurück neben den Hund. Die Hunde werden der Reihe nach auf Aufforderung einzeln ins Sitz gerufen. [Danach ist die Gruppenübung beendet und es folgen die einzelnen Übungen.]

 

Diese Übung ist neu für Genna, nicht das Liegenbleiben, sondern dass ich für einen relativ langen Zeitraum außer Sichtweite bin. Das wird ihr sicher nicht so leicht fallen, denn wir haben ja seit Welpenbeinen geübt, dass sie sich immer an mir orientieren und selbständig permanent in meiner Nähe bleiben soll. Nun üben wir das erst einmal draußen beim Spazierengehen, dass ich bei der Ablage mal kurz hinter einem Baum oder Gebüsch "verschwinde", ohne dass Genna unruhig wird oder gar aufsteht. Bisher klappt das bei einer Dauer von ca. 30 Sekunden und einem Abstand von ca. 20 Metern schon ganz gut, selbst wenn andere Hunde in Sichtweite sind.

Nun werden wir die Dauer langsam erhöhen und bald bestimmt auch auf dem Hundeplatz mitüben können.

 

3. Freifolge  (4x)

In der Klasse 2 gibt es keine Leinenführigkeit mehr. Der Hund muss sich während er ganzen Prüfung ohne Leine auf dem Platz frei bewegen. 

Der Hund links neben dem HF mit der Schulter auf Kniehöhe des HFs aufmerksam mitlaufen. Der Steward gibt die Richtungsänderungen vor. Es gibt in dieser Klasse folgende Anweisungen: Rechts, Links  (jewiels ein 90°-Winkel), Linksumkehrt, Rechtsumkehrt, Anhalten, Laufschritt, Langsamschritt, Slalom (dazu werden 6 Pylonen in einer Reihe aufgestellt)

 

Das wird wahrscheinlich unsere schwierigste Übung,da sich Genna gerade auf dem Hundeplatz dabei noch immer extrem ablenken lässt.

Im Moment haben wir die Übungen etwas umgestellt. Bisher haben wir anfangs nur einzelne Schritte gemacht (und ich meine einzelne!!) und beim korrekt laufen sofort bestätigt. Anschließend wurde dann die Anzahl der Schritte nach und nach erhöht. Das hat auf Dauer nicht wirklich geklappt, wie ich mit Bedauern bei unsrer letzten Prüfung erleben musste... :-(

Die Erwartungshaltung war bei Genna (und mir...) definitiv zu hoch und Genna wurde durch das permanente Bestätigen nochmals hibbeliger (und dadurch natürlich auch unaufmerksamer).

Also probieren wir nun etwas Neues aus:

Genna soll einfach mitlaufen und mich aufmerksam anschauen. Macht sie das - suuuuper! Belohnung!!!! Macht sie das nicht... Pech gehabt, dann gibt es nichts!

Es dürfen auch gleich Winkel oder Wendungen mit dabei sein.

Erst war ich skeptisch, ob sie das überhaupt nachvollziehen kann, wann es wofür genau eine Bestätigung gibt, aber... man sollte seinen Hund nicht unterschätzen (und schon gar nicht, wenn es sich um eine Genna handelt... ;-)!!!!

Ruckzuck hatte sie es verstanden und läuft nun - natürlich nur kurze Sequenzen - sehr aufmerksam und freudestrahlend neben mir her. Das haben wir bisher allerdings nicht nicht auf dem Hundeplatz, sondern "nur" bei uns in der Parkanlage geübt (aber auch hier meist sind fremde Hunde zur gewünschten Ablenkung vorhanden).

Ob sie nun weiterhin "zweigleisig" läuft (also schräg mit dem Hinterteil nach links außen), kann ich nicht beurteilen, da ich sie - im Gegensatz zu früher - dabei definitiv nicht anschaue. Das wird ein Trainingsfilm demnächst einmal zeigen.

4. Sitz und Platz aus der Bewegung (Viereck 8x8m)  (3x)

Hier muss der HF mit seinem Hund ein mit Hütchen markiertes Quadrat (8x8 m) umgehen. Nach einem Richtungswechsel wird der Hund mit einem Hörzeichen ins "Sitz" gebracht, während der HF ohne Unterbrechung weitergeht und das Quadrat komplett umläuft. Wenn er wieder bei seinem Hund angekommen ist, nimmt er ihn während des Laufens mit dem Hörzeichen "Fuß" (o.a.) mit. Nach einem weiteren Richtungswechsel wird der Hund mit einem Hörzeichen ins "Platz" gebracht, während der HF ohne Unterbrechung weitergeht und das Quadrat erneut umrundet. Wenn er wieder bei seinem Hund angekommen ist, nimmt er ihn wieder mit dem Hörzeichen "Fuß" (o.a.) mit.Nach einem letzten Richtungswechsel wird die Übung auf Anweisung in Grundstellung beendet.

 

Bei dieser Übung werden wir zum einem daran arbeiten müssen, dass Genna sich nicht parallel zur gedachten Linie  des Quadrats hinlegt, sondern leider immer noch schräg! Das kommt durch das "zweigleisige" Laufen zustande, denn wenn man das Hinlegen von ihrer Laufrichtung her sieht liegt sie schon gerade. Aber daran üben wir ja bereits  für Übung 3.

Das zweite Problem könnte unter Umständen sein, dass Genna anfängt, Sitz und Platz zu verwechseln. Das scheint ein häufiges Problem bei dieser Übung zu sein. Wir werden sehen. Bisher macht sie es noch richtig, ist dabei allerdings - für ihr sonstiges Temperament - zu langsam. Da werden wir also auch die Geschwindigkeit noch steigern müssen.

Weiterhin gilt es zu beachten, dass Genna nicht zu früh aufsteht, wenn ich mich ihr nähere (da sie ja weiß, dass es gleich weitergeht).


5. Kommen mit Steh (4x) 

 

Der Hund wird abgelegt und der HF entfernt sich auf Anweisung des Ringstewards ca. 25 Meter und dreht sich dann - ebenfalls auf Anweisung - um. Auf Anweisung ruft der HF nun den Hund, der sofort in schnellem Tempo kommen soll. Ungefähr auf der Hälfe der Distanz gibt der HF das Hör- oder Sichtzeichen zu Stehenbleiben, danach erhält der hund erneut das Hörzeichen zum Kommen ins Grundstellung. Der Hund darf nach dem Stoppkommando zum Anhalten maximal das dreifache seine Körperlänge benötigen, sonst wird die Übung mit null Punkten bewertet. 

 

Das ist ja nun eine ganz neue Übung, da bin ich mal gespannt, ob es mir gelingt, Gennas rasante Geschwindigkeit einigermaßen aufrechtzuerhalten ohne ihr die Möglichkeit zum Stoppen zu nehmen ;-)

Das Stoppen lernt sie zur Zeit folgendermaßen: Sie liegt im Platz, ich entferne mich ca. 10 Meter und rufe sie (derzeit noch mit einem anderen Kommando als beim "richtigen" direkten Abrufen). Sie kommt angerannt, kurz bevor sie bei mir ist, so ca. 3-4 Meter, täusche ich einen Ballwurf über sie hinweg an, daraufhin stoppt sie auch bereits und in dem Moment fliegt der Ball tatsächlich. Den darf sie dann natürlich auch holen ;-)

Nun wird der tatsächliche Ballwurf immer etwas etwas weiter hinaus gezögert, so dass sie (stehend) etwas warten muss, bevor der Ball wirklich fliegt.

Bisher habe ich noch kein Hörzeichen eingeführt, das wird vorübergehend gleichzeitig mit der Stop-Handbewegung (=die erhobene Hand, die den Ballwurf antäuscht) gegeben. Ob ich nun später mit Sicht- oder Hörzeichen arbeite, wird sich erst noch zeigen. Das kommt darauf an, worauf sie später besser reagiert.

6. Voraussenden in ein Viereck mit Hinlegen ("Box") (3x)

Aus der Grundstellung wird der Hund in Klasse 2 direkt in die "Box" geschickt, ohne dass er von dort zuvor abgerufen wurde. Der Hund muss in der Box entweder erst "Steh" und dann "Platz" machen oder sich direkt auch Platz dorthin legen (in Richtung HF). Von dort wird der Hund dann auf Anweisung abgeholt, d.h. der HF geht zum Hund und lässt ihn auf Anweisung sitzen. Dann erst ist die Übung beendet. In der Klasse 2 ist kein Ablegen  der Leine zulässig.

 

Hier wird unser Training - wie eigentlich schon für Klasse 1 geplant, aber vorsichtshalber noch nicht weiterverfolgt - vorrangig darin bestehen, die Hilfe "Leine" in der Box abzubauen (d.h. ich vermutlich eine Leinenattrappe, z.B. ein Stück dickes Seil, dazu benutzen und dieses immer mehr kürzen, bis es "weg" ist)

Bisher habe ich nicht mit dem erlaubten Zusatzkommando "Steh" gearbeitet (das mir zwar die Möglichkeit des Dirigierens in die Box gibt, aber natürlich ebenfalls ein Risiko des Punktabzugs bringt), da Genna bisher wirklich von ganz alleine die Mitte der Box aufsucht.

Mir ist klar, dass der ursprüngliche Sinn der Übung nicht unbedingt darin besteht, dass der Hund die Box erkennt und von sich aus aufsucht, sondern dass er - in welche Richtung auch immer - geschickt wird und erst auf Kommando (Steh oder gleich Platz) anhält bzw. sich legt. Aber etliche erfahrene Hundeführer/innen (in dieser Hundesportart sind kaum Männer vertreten ;-), die seit Jahren Hunde in der Klasse 3 führen, haben mir meine Vermutung bestätigt, dass der Hund sowieso weiß, wo er hinlaufen soll.

Wichtig erscheint mir in dem Zusammenhang natürlich, dass Genna wirklich ihr schnelles Tempo bis in der Box aufrechterhält und sich dort sofort auf Kommando fallen läßt (selbst wenn sie weiß, wo sie hinmuss...) Schaun mer mal!!

 

7. Apport über die Hürde (Holzapport) (3x)

Der HF steht mit seinem Hund in Grundstellung in einigem Abstand vor der Hürde (Sprunghöhe = gerundete Schulterhöhe des Hundes, bei Genna also 60 cm). Der HF wirft nun sein eigenes Apportel über die Hürde, während der Hund in Grundstellung sitzend wartet. Auf Anweisung wird der Hund über das Hindernis geschickt.

Er muss schnell auf direktem Weg zum Gegenstand laufen, diesen aufnehmen und über die Hürde direkt zurückbringen (dabei ist kein zusätzliches Kommando für den Rücksprung mehr erlaubt), sich vor den HF  (oder in Grundstellung) setzen und auf Kommando (auf Anweisung) den Gegenstand abgeben. Dabei darf keinesfalls auf dem Gegenstand herumgekaut werden.

In Klasse 2 ist es nicht mehr wie in Klasse 1 möglich, die Übung zu wiederholen.

 

Genna hatte ja bisher immer wieder Probleme bei Apportieren, da sie leider gerne auf dem Apportel herumkaut...

Dieses Problem könnte sich nun aufgrund der veränderten Übung mit dem Sprung über die Hürde evtl. von allein lösen, denn normalerweise kann ein Hund beim Springen nicht gleichzetig auf dem Gegenstand kauen, sondern muss diesen gut festhalten.

Das haben wir bisher noch nicht geübt.

Vielleicht werden wir das Apportieren über die Hürde auch zuerst mit einem Spielzeug beginnen. Allerdings habe ich mit Genna bei Spielis ja - immer noch - das Problem, dass sie das Spielzeug nicht mehr direkt zurückbringen mag, sondern damit herumtollt. Aber dazu an anderer Stelle mehr...

 

8. Metallapport (2x)

Der HF legt auf Anweisung sein eigenes Metallapportel in mindestens 10 Meter Entfernung aus, während der Hund sitzend wartet. Auf Anweisung muss der hund in schnellem Tempo das Apportel holen und (in der gleichen Geschwindigkeit!) zurück zum  HF bringen. Das Apportel muss festhalten werden, bis der HF es auf Anweisung dem Hund abnehmen darf.

 

Diese Übung gefällt Genna üüüüüberhaupt gar nicht... :-( Sie kann sich kaum überwinden, das metallene Teil in die Schnauze zu nehmen... Aber mit viiiiiieeeeel Geduld werden wir auch dieses schaffen!

Inzwischen nimmt sie das Metallapportel einigermaßen ohne langes Zögern aus meiner Hand, hält es mehrere Sekunden lang und kommt auch damit aus mehreren Schritte Entfernung zu mir in Grundstellung, wo ich es ihr - ebenfalls nach einigen Sekunden Wartezeit - auch gaaaaanz vorsichtig (!!!)  abnehme.

Aufnehmen vom Boden ist im Moment noch zu schwierig, denn das ist für sie wohl deutlich unangenehmer, weil das Apportel sich dann in der Schnauze bewegt und ggf. ihre Zähne  berührt. Das wird noch eine Weile dauern. Aber wir haben ja Zeit (und Geduuuuld!!) ;-)

 

9. Geruchsunterscheidung aus 6 Gegenständen (4x)

Vor Beginn der ersten Einzelübung (Freifolge) erhält der HF einen Holzgegenstand (10 cm lang und  2 x 2 cm breit), der markiert wird. Diesen steckt der HF in die Tasche, damit das Holz seinen Geruch annimmt.

Der HF steht mit seinem Hund in Grundstellung da. Dann muss sich der HF (und auf Wunsch auch der Hund ) umdrehen (damit er nicht sieht, wohin der Gegenstand gelegt wird) .


Der Gegenstand wird nun dem Ringsteward übergeben. Dieser nimmt den Gegenstand mit einer Zange und legt ihn mit weiteren fünf gleichen Gegenständen in ca. 10 Metern Entfernung entwerder kreisförmit oder in einer horizontalen Reihe mit je 25 cm Abstand zueinander ab.

Auf Anweisung dreht sich der HF (und ggf. der Hund) wieder um. Der Hund wird mit einem Kommando losgeschickt und muss - ohne weiteres Kommando - den richtigen gegenstand finden und apportieren. Sollte es der falsche Gegenstand sein, werden null Punkte vergeben. Der Hund hat für diese Übung nicht mehr als drei Minuten.

 

Das ist eine ganz neue Übung. Bisher soll Genna lernen, das Hölzchen aufzunehmen, festzuhalten und zu bringen. Das ist nicht so einfach, weil das Teil für einer Schäferhundschnauze ziemlich klein ist, so dass es manchmal fast  ganz 

 darin verschwindet!! ;-)

Das Suchen werden wir erst in den nächsten Wochen beginnen. Da ich aber mit Genna schon seit langem mit großem Erfolg unser beliebtes "Welches ist der richtige Tannenzapfen?"-Spiel spiele, gehe ich davon aus, dass dies Genna vermutlich relativ leicht fallen wird.

10. Kontrolle auf Distanz (4x)

Der Hund wird ins "Platz" gebracht. Auf Anweisung entfernt sich der HF vom Hund bis zur markierten oder angegebenen Stelle (ca. 15 m). Der Ringsteward steht hinter dem Hund und zeigt dem HF mit Handzeichen, wann der Hund die Stellung zum "Sitz" , dann zum "Steh" und anschließend zum "Platz" wechseln muss. Während der gesamten Übung darf der Hund seine Position nicht mehr als eine Körperlänge vom Ausgangspunkt verändern. Auch die Geschwindigkeit, mit der der Hund die Kommandos ausführt, wird bewertet.

 

Auch diese Übung trainieren wir derzeit hauptsächlich zu Hause. Dabei stehe ich zur Zeit seitlich vor Genna und bringe sie mit Handbewegungen dazu, vom Sitz ins Steh und ins Platz und umgekehrt zu wechseln, möglichst ohne die Hinterbeine von der Stelle zu bewegen.Das ist vor allem beim Wechseln ins Steh nicht ganz so einfach, weil Genna recht schnell nach vorne kommt. Das Hinlegen ins Platz üben wir nun so, dass Genna sich wieder nach hinten ablegt. Sonst würde sie die Position zu sehr verändern.


11. Umgang Mensch-Hund (1x)

Auch hier wird bewertet, wie der Hund nach einer Übung belohnt wird, ob die Verständigung zwischen Hund und Mensch vorhanden ist und der Hund die ganze Zeit freudig arbeitet.

 

Das ruhige Belohnen ohne Hund komplett "aufzudrehen" klappt derzeit recht gut, wird aber wird selbstverständlich immer weiter trainiert ;-) 

 

* * *

 

Was wir zusätzlich jetzt ganz neu noch üben, ist das Belohnen durch ein Spielzeug. Das haben wir in den vergangen drei Jahren nicht gemacht, da Genna immer zu sehr "aufdrehte". Nun kommen aber zunehmend Übungen hinzu, bei denen es sehr viel einfacher ist, mit einem Spielzeug statt Leckerchen zu belohnen (wie z.B. das Kommen mit Steh).

Also haben wir das ins Trainingsprogramm aufgenommen. Nun wird fleißig getauscht: bringt sie mir den einen Ball, bekommt sie dafür einen anderen. Das klappt auch schon nach wenigen Versuchen sehr schön. Bis wir das allerdings auch auf dem Hundeplatz machen können, muss Genna noch etwas zuverlässiger bringen, denn sie hat da bisher immer einen wahren "Rennflah" bekommen und rennt vor Freude mit dem Ball in der Schnauze in riesigen Kreisen um mich herum. Das geht beim Training, wenn die anderen Hunde gerade ihre Übungen absolvieren natürlich gar nicht! Aber wir bleiben dran!!! ;-)



Update 02.06.2011 - zu Hause

zu 8. Metallapport

 

Wir haben inzwischen einen riiiieeeesen Fortschritt beim Metallapport gemacht!!!

Am Montag haben wir uns auf dem Hundeplatz ein anderes Metallapportel ausgeliehen mit einem viel schmaleren Steg und höheren Seiten,, zu dem habe ich vherausgefunden, dass Genna Rinder-Hack als Belohnung sooooo lecker findet, dass sie - anscheinend - alles dafür machen würde... ;-)

 

Nun apportiert sie problemlos das neue Apportel!!! Im Gegenteil!! Wenn ich das Apportel nur in die Hand nehme, steht sie schon bereit! Und kaum liegt es auf dem Boden (was ja das allergrößte Problem war), hat sie es auch schon aufgehoben und mir gebracht. bisher haben wir das nur in der Wohnung gemacht, heute werden wir es auch draußen ausprobieren.

 

Vermutlich hat sie bei unserem eigenen Apportel (das rechte auf dem Foto) zusätzlich zum unangenehmen Gefühl durch das Metall auch Probleme, weil das Apportel 2 cm kürzere Seiten hat, so dass der Steg auch fast 2 cm niedriger über dem dem Boden liegt.


Da kommt sie bei glattem Boden mit dem Unterkiefer nicht richtig darunter. Auf der Wiese könnte es einfacher sein, aber so weit waren wir ja - bisher!! - nicht!


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Obedience-Einzeltraining

Heute hatten wir einen Obediece-Trainingstag auf unserem Hundeplatz. Jeder hatte Einzeltraining, entweder mit einem kompletten Prüfungsdurchlauf (unter Prüfungsbedingungen) oder mit speziellen Übungen - ganz nach Wunsch!

 

Ich habe mit Genna auf den Prüfungsdurchlauf verzichtet, da wir im Moment noch zu viele "Baustellen" haben. Dafür haben wir aber alle Übungen mit unserem derzeitigen Trainingsstand durchgemacht.

Obwohl wir nun lange Zeit nicht wirklich etwas gemacht haben und einige Übungen ganz neu sind, war es eigentlich gar nicht schlecht!

1. Eine Minute Sitzen mit Sichtkontakt

Das Sitzen in der Gruppe funktioniert sehr gut. Genna bewegt sich eigentlich fast gar nicht, sie schaut mich meist die ganze Zeit an. Auch das Trippeln mit den Vorderbeinen zeigt sie im Moment überhaupt nicht.

Wir werden nun verstärkt die Sitzübung unter Ablenkung in allen möglichen Situationen trainieren, also auch, wenn  Hunde auf dem Platz andere Übungen machen (auch z.B. das Abrufen und Zurücksenden zur Box) oder beim Spaziergang. Eine weitere Variante wird sein, dass wir die Sitzübung auch immer mal wieder während der (Gruppen-)Platz-Übung machen werden, so dass Genna sitzen muss, während alle anderen Hunde liegen.


2. Drei Minuten Liegen mit Sichtkontakt

Auch hier liegt sie wesenlich ruhiger als vor wenigen Wochen und auch leiser (sie gibt keinen Mucks von sich ;-) Sie bewegt kaum einmal die Vorderbeine und das Hinterherrobben - wie bei der Prüfung! - macht sie auch nicht (und das wird immer gut beobachtet!!). Gelegentlich kippt sie noch von der Sphinx-Position auf die Seite, aber auch sehr selten.

Das ist auch derzeit der einzige Punkt, an dem ich noch etwas ändern möchte: Ich werde versuchen, ein Abkippen zu provozieren (durch Drumherumlaufen, Drübersteigen, sachtes Anstupsen etc.), um sie für das Beibehalten der Sphinx-Position bestätigen zu können.

 

3. Leinenführigkeit

Oooookaaay... Das ist unsere Großbaustelle! Meine Trainerin hat nämlich aufgrund der schräg ausgeführten Platzübung (kommt später) festgestellt, warum Genna sich immer (!) schräg hinlegt. Sie legt sich ganz gerade - in ihrer Laufrichtung!! Ihre Laufrichtung ist schräg, d.h. sie kommt zu weit mit dem Kopf herum, so dass der Hinterkörper nach links außen schwenkt! Kein Wunder, dass sie schräg liegt, wenn sie sich legt!

Nun muss ich versuchen, Genna ca. 10 cm zurückfallen zu lassen, dann müsste sie auf der richtigen Höhe sein, würde nicht mehr bedrängen und sich korrekt hinlegen (und natürlich! auch korrekt "Fuß" laufen). Wir werden nun mit dem Clicker versuchen, die richtige Position zu erreichen, aber einfach erscheint es mir nicht - vor allem, da wir ja lange am Blickkontakt geübt haben und Genna mich aus den neuen - korrekten - Position nicht wirklich anschauen kann. Schaun mer mal!

 

4. Freifolge

Hier wird unsere Training entsprechend der Übung 3 weitergehen. (Wie immer fällt mir die Freifolge natürlich leichter... ;-)

 

5. Platz aus der Bewegung

Hier werden wir nichts Besonderes üben, denn - wenn Genna dann "irgendwann" einmal gerade läuft - kann sie das sehr schön! Sie legt sich sehr schnell und auch - in ihrer Laufrichtung - gerade.


6. Kommen auf Befehl

Wir haben ja seit der Prüfung das Vorsitzen nicht mehr trainiert, sondern sind gleich umgestiegen auf das direkte Kommen in Grundstellung. Genna erreicht dadurch zwar nicht mehr die gigantische Geschwindigkeit, die sie vorher gezeigt hat, aber fürs Erste reicht das!

 

7. Zurücksenden zum Platz ("Box")

Hier sind wir nun dabei, die Hilfe "Leine" abzubauen. Ich habe verschiedene Varianten ausprobiert: Boden berühren als "Markierung", Schnur als Leinenersatz (die nach und nach verkürzt wird), ganz ohne Gegenstand. Als beste Lösung für den moment hat die Variante mit der Schnur funktioniert. Das wollen wir jetzt eine Zeit lang bebehalten und schauen, ob es bis zur Prüfung reicht, die Hilfe komplett abzubauen. Das das aber für die Klasse 1 nicht unbedingt erforderlich ist, mache ich mir da  nicht allzu viel Gedanken.

 

8. Freisprung über die Hürde

Diese neue Übung haben wir jetzt zum ersten Mal ausprobiert. Das Springen auf Befehl kannte Genna bisher ja gar nicht (nur ins Auto hinein). Mit dem Clicker hat sie das innerhalb weniger Minuten gelernt.

Um dann zu vermeiden, dass Genna sich nach dem Hinsprung sofort auf der Stelle umdreht und aus dem Stand zurückspringt, haben wir einen Stab als Markierung  in ca. 2 Meter Abstand gesetzt, den sie umrunden muss, bevor sie zurückspringen darf. Das klappt sehr gut, denn das Umrunden von Gegenständen (Pylonen, Pfosten, Baume, Gebüsche etc.) kennt sie bereits. Die Grundstellung braucht sie zur Zeit noch nicht einzunehmen.

Den Stab werde ich nach einigen Übungen jedoch sehr zügig wieder entfernen, da ich denke, dass sie bis dahin den Bewegungsablauf verstanden hat und ich die Hilfen natürlich schnell abbauen möchte - die nächste Prüfung kommt bestimmt!

 

9. Apport auf ebener Erde

Genna knauscht immer noch...

Also üben wir zur Zeit nur Halten, Halten, Halten... in allen Situationen, zu Hause, auf dem Hundeplatz, beim Spaziergang. Ich werde mich in Geduld üben, irgendwann wird sie es bestimmt verstehen - hoffe ich ;-)

Ich bin mal gespannt, wir bekommen demnächst ein größeres Obedience-Apportel. Vielleicht klappt es damit besser, weil es nicht ganz so leicht ist!

 

10. Kontrolle auf Distanz

Das haben wir ja auch früher bereits immer wieder trainiert. Daher klappt das bereits auf die große (Prüfungs-)Distanz ganz gut. Ich wechsele dabei immer ab, mal mit kleinen Handzeichen, mal ganz ohne. Eigentlich wäre es mir ohne Handzeichen lieber, aber will mir ein Hintertürchen mit den (erlaubten) Handzeichen offen lassen, falls es einmal sehr laute Umgebungsgeräusche geben sollte und ich Genna dadurch helfen kann.

Genna hat die Hinterbeine sehr sicher fixiert und bewegt sich mit den Vorderbeinen. Das funktioniert auch sehr gut beim Wechsel Platz-Sitz-Platz. Wie das dann später beim Wechsel vom Stehen zum Sitzen aussieht, müssen wir erst einmal schauen. Es erscheint mir fast unmöglich, dass sie diese Bewegung ebenfalls nach vorne machen kan, da sie tendenziell dazu nach hinten geht. Aber da haben wir ja noch etwas Zeit...;-)

 

11. Umgang Mensch-Hund

Inzwischen kann ich meinen Hund auch auf dem Platz loben, ohne dass sie zu sehr aufdreht oder gar den Kontakt zu mir verliert, weil sie sich früher in dem Moment immer nach anderen Hunden umgeschaut hat. Das ist sehr schön!!


  * * *

 

Also, alles in allem sieht es soooo schlecht gar nicht aus! Es gibt noch viel zu tun, aber es ist ja auch noch ein bisschen Zeit!!

 

Packen wirs an!!


Trainingstagebuch 2010


Auf gehts - zur Obedience-Klasse 1!

Nun liegt die Beginner-Prüfung schon vier Wochen zurück und wir haben immer noch nicht so wirklich angefangen mit dem Training für die Obedience-Klasse 1. Zu viele andere Termine kamen in den letzten Wochen dazwischen (ok, dafür ist auch vieles in den Wochen vor der Prüfung auf die Zeit "danach" verschoben worden...;-)

 

Deshalb waren wir bisher nur ein einziges Mal zum Training auf dem Hundeplatz.

Aber zumindest weiß ich nun theoretisch, was uns in den nächsten Wochen so alles erwartet! Es kommen einige neue Übungen dazu, einige fallen weg und die übrigen müssen nun endlich einmal "richtig" geübt werden! In der nächsten Prüfung fällt nämlich der "Anfänger-Bonus" weg, da heißt es ordentlich arbeiten, da klappt das nicht mehr mit "Trainingsbeginn-5-Wochen-vor-der-Prüfung"...

Auch diesmal habe ich im folgenden Text die einzelnen Übungen (kursive Schrift) und unseren derzeitigen Trainingsstand (normale Schrift) beschrieben.

 

Und so sehen die Übungen für die Obedience-Klasse 1 aus:

 

1. Eine Minute Sitzen mit Sichtkontakt

 Die Hundeführer stehen wie bei der Ablage in der Beginner-Prüfung mit 3 Meter Abstand in einer Reihe nebeneinander in Grundstellung. Auf Anweisung werden alle Hunde abgeleint. Danach entfernen sich alle HF gleichzeitig ca. 20 m von den Hunden. Die Hunde müssen 1 min. ruhig sitzen bleiben. Danach gehen die HF wieder zurück neben den Hund.


Das haben wir bisher noch nicht gemacht.


2. Drei Minuten Liegen mit Sichtkontakt

Die Hunde werden der Reihe einzeln (auf Anweisung) nach vom Sitz ins "Platz" gebracht. Danach entfernen sich alle HF gleichzeitig ca. 20 m von den Hunden. Die Hunde müssen 3 min. liegen bleiben. Danach gehen die HF wieder zurück neben den Hund. Die Hunde werden der Reihe nach auf Aufforderung einzeln ins Sitz gerufen.
[Danach ist die Gruppenübung beendet und es folgen die einzelnen Übungen.]

 

Da ich Genna beim Training für die Beginner-Prüfung durchaus auch 5 oder 6 Minuten habe liegen lassen, ist die Verlängerung der Dauer hier nicht ganz so problematisch. Denn die "alten" Fehler kamen ja bisher auch schon in den ersten zwei Minuten: Genna legt sich grundsätzlich schräg hin! Sie bewegt (wie auch in der Prüfung!!) die Vorderbeine, kippt evtl. aus der Sphynx-Position auf die Seite. Ob sie mir auch im Training hinterher robbt - wie im Video von der Prüfung gesehen!! - muss ich mal beobachten (lassen)!


3. Leinenführigkeit

Der Hund muss wie gehabt mit lose durchhängender Leine links neben dem HF aufmerksam mitlaufen. Der Steward gibt die Richtungsänderungen vor. Es gibt in dieser Klasse folgende Anweisungen: Rechts, Links , Linksumkehrt, Rechtsumkehrt, die Figur 8 (die Kreise müssen einen Durchmesser von ca. 4-5 m haben), Anhalten, Laufschritt

 

Da müssen wir dringend wieder ordentlich dran üben, denn Genna hat sich leider wieder angewöhnt, nach unten zu gucken!!! Der Laufschritt wird auch eine wichtige Übung, denn Genna tendiert beim Rennen dazu, an mir hochzuspringen und ggf. sogar in die Leine zu beißen...!

 

4. Freifolge

Die Übung entspricht der "Leinenführigkeit" nur eben ohne Leine.

Hier wird unsere Training entsprechend der Übung 3 weitergehen.

 

5. Platz aus der Bewegung

Hier muss der HF mit seinem Hund ein mit Hütchen markiertes Quadrat (8x8 m) umgehen. Nach einem Richtungswechsel wird der Hund mit einem Hörzeichen ins "Platz" gebracht, während der HF ohne Unterbrechung weitergeht und das Quadrat komplett umläuft. Wenn er wieder bei seinem Hund angekommen ist, nimmt er ihn während des Laufens mit dem Hörzeichen "Fuß" (o.a.) mit. Nach einem weiteren Richtungswechsel wird die Übung auf Anweisung in Grundstellung beendet.

 

Das haben wir auch noch nicht gemacht, da werden wir aber sicherlich hauptsächlich das Problem haben, dass Genna sich nicht parallel zur gedachten Linie  des Quadrats hinlegt, sondern schräg! Denn Platz auf Kommando kann sie eigentlich von der BH-Prüfung noch ganz gut.


6. Kommen auf Befehl

Der Hund wird wie in der Beginner-Prüfung in die "Box" und auf Anweisung ins "Platz" gebracht,  der HF entfernt sich ca. 20 m weit (auch in der Klasse 1 kann die Leine noch zum Hund gelegt werden für die anschließende Übung). Von dort wird der Hund abgerufen und muss entweder Vorsitzen (mit anschließendem Abschluss in Grundstellung) oder direkt in die Grundstellung kommen.

 

Hier werden wir nun das Abrufen ohne Vorsitz trainieren - so wie Genna es ZUFÄLLIG! in der Prüfung ziemlich gut gezeigt hat! Bisher hatten wir ja (eigentlich!) immer beim Abrufen mit Vorsitz und anschließendem Herumspringen in die Grundstellung geübt. Da das aber (bei schrägem Vorsitz) einen weiteren Punktabzug bedeuten könnten, werde ich Genna in Zukunft direkt in die Grundstellung rufen.

 

7. Zurücksenden zum Platz ("Box")

Im Anschluss an die Übung 6 wird der Hund aus der Grundstellung wieder zurück in die "Box" geschickt und muss dort entweder erst "Steh" und dann "Platz" machen oder sich direkt auch Platz dorthin legen (in Richtung HF). Von dort wird der Hund dann auf Anweisung abgeholt, d.h. der HF geht zum Hund und lässt ihn auf Anweisung sitzen. Dann erst ist die Übung beendet.

 

Hier wird unser Training vorrangig darin bestehen, die Hilfe "Leine" in der Box abzubauen (obwohl sie noch in der Klasse 1 erlaubt wäre, aber wir wollen ja weiter kommen... ;-), d.h. entweder werde ich eine Leinenattrappe (ein Stück dickes Seil) dazu benutzen und dieses immer mehr kürzen, bis es "weg" ist, oder wir probieren es mit vorherigem Bodenberühren in der Boxmitte (also ich, nicht Genna!), damit Genna dann diese Stelle aufsucht.

Wichtig dabei ist mir vor allem, dass Genna wirklich in der Mitte der Box liegt, da ich nicht mit dem Zusatzkommando Steh arbeiten möchte (das mir zwar die Möglichkeit des Dirigierens in die Box gibt, aber natürlich ebenfalls ein Risiko des Punktabzugs bringt - außerdem kennt Genna das "Steh" aus der Bewegung noch gar nicht).

 

8. Freisprung über die Hürde

Der HF steht in Grundstellung in einigem Abstand vor der Hürde (Sprunghöhe = gerundete Schulterhöhe des Hundes, bei Genna also 60 cm). Auf Hörzeichen hin springt der Hund über die Hürde und wieder zurück (auch für den Rücksprung ist ein Kommando erlaubt) und kommt selbständig in Grundstellung. Die Hürde darf nicht berührt werden.

 

Das haben wir nur einmal ausprobiert (Hürde auf 40 cm), aber leider war es da schon etwas dunkel und Genna hat die obere Latte der Hürde "mitgenommen", weil sie das wohl in dem Licht nicht abschätzen konnte. Deshalb haben wir dieses Training verschoben (keine Sorge, Genna kann springen... z.B. springt die Hex' aus Spaß an der Freud' aus dem Stand auf einen 1,30 hohen Felsblock...).

 

9. Apport auf ebener Erde

Der HF legt ein eigenes Apportel in mindestens 10 m Entfernung hin, während der Hund sitzend wartet, und geht zurück zum Hund. Auf Anweisung wird der Hund geschickt. Er muss schnell auf direktem Weg zum Gegenstand laufen, diesen aufnehmen und direkt zurückbringen, sich vor den HF setzen und auf Kommando (auf Anweisung) den Gegenstand abgeben. Dabei darf keinesfalls auf dem Gegenstand herumgekaut werden.

 

Da Genna das Apportieren bis zur Prüfung eigentlich noch gar nicht so richtig konnte, fangen wir damit wieder in kleinen Etappen: Ruhig festhalten ohne Knautschen, Laufen usw. Der Unterschied zur Beginner-Prüfung wird das Apportel sein: bisher hatten wir ein kleines Kunststoff-Apportel, nun wird es ein größeres Holzapportel sein.

Auch hier wird es keinen Vorsitz beim Bringen mehr geben, sondern Genna soll direkt in die Grundstellung kommen.

 

10. Kontrolle auf Distanz

Der Hund wird ins "Platz" gebracht. Auf Anweisung entfernt sich der HF vom Hund bis zur markierten oder angegebenen Stelle (ca. 10 m). Der Ringsteward steht hinter dem Hund und zeigt dem HF mit Handzeichen, wann der Hund die Stellung zum "Sitz" und anschließend nochmal zum "Platz" wechseln muss. Während der gesamten Übung darf der Hund seine Position nicht mehr als eine Körperlänge vom Ausgangspunkt verändern. Auch die Geschwindigkeit, mit der der Hund die Kommandos ausführt, wird bewertet.

 

Das ist auch eine neue Übung. Wir trainieren das derzeit zu Hause. Dabei stehe ich zur Zeit noch direkt vor Genna und bringe sie dazu, von Sitz ins Platz und umgekehrt zu wechseln, ohne die Hinterbeine von der Stelle zu bewegen. Da es für einen Hund bei dieser Übung entweder die Möglichkeit gibt, die Vorderbeine stehen zu lassen oder aber die Hinterbeine nicht wegzubewegen, hat sich meine Trainerin Gennas Bewegungsablauf bei beiden Varianten angeschaut und festgestellt, dass es für Genna sehr viel leichter ist, die Hinterbeine zu fixieren. Also lassen wir das erstmal so, da Genna es von sich aus schon recht schön anbietet.

 

11. Umgang Mensch-Hund

Auch hier wird bewertet, wie der Hund nach einer Übung belohnt wird, ob die Verständigung zwischen Hund und Mensch vorhanden ist und der Hund die ganze Zeit freudig arbeitet.

 

Das ruhige Belohnen ohne Hund komplett "aufzudrehen" ist immer noch ein Thema und wird selbstverständlich auch trainiert ;-) 

 

* * *

 

So sieht also unser derzeitiges Trainingsprogramm aus. Da wird uns in den langen Wintermonaten bestimmt nicht langweilig!!

 

Außerdem hat sich unsere Trainerin noch etwas Neues einfallen lassen:

Da viele (die meisten?) Hundeführer doch unter Prüfungsstress stehen und dadurch in den Prüfungen leider immer etwas schlechter abschneiden, wird sich unsere Trainerin zu Beginn eines jeden Trainings einen HF auswählen (wer, weiß man vorher nicht), der dann vor versammelter Mannschaft (=Zuschauer) eine "richtige" Prüfung laufen muss! Und zwar immer die Prüfung, für die trainiert wird  (wir müssen z.B. die Klasse 1 laufen), auch wenn der Trainingsstand noch nicht prüfungsreif ist. Dadurch soll der "Prüfungsstress" mehr oder weniger "normal" werden. Außerdem erhält man dadurch alle paar Wochen eine gute Übersicht, was noch mehr trainiert werden muss.

Ich bin mal gespannt, wie das sein wird!! 

Mal sehen, wann wir  "dran" sind... ;-)


Endspurt für die Beginnerprüfung

Upps, gaaanz plötzlich ist es fast schon Herbst geworden und ich habe mal wieder meine typische Nur-noch-6-Wochen-bis-zur-Prüfung-und-erst-heute-zum-ersten-Mal-wieder-im-Training-Situation....... 


 Kurz nach der BH wollte ich ja mit Genna mit dem "richtigen" Obedience-Training anfangen. Das war aber leider absolut unmöglich, denn Genna war auf dem Hundeplatz dermaßen aufgedreht, konnte sich keine fünf Minuten konzentrieren.

 

Sie zog mich im "Trecker-Modus" auf den Platz, jaulte, fiepte, kläffte, wenn andere Hunde arbeiten durften und sie warten musste, schnupperte ununterbrochen auf dem Boden nach Hundespuren und heruntergefallenen Leckerchen und hatte so gar keine Zeit für die wichtigste Übung im Obedience - den Blickkontakt zu mir...

Deshalb haben wir uns nach zwei Wochen entschieden, dass unser einziges Training auf dem Hundeplatz (und auch Zuhause) über viele, viele Wochen hinweg ausschließlich aus Aufmerksamkeitstraining bestehen sollte.

Das bedeutete, dass ich mit Genna nur auf dem Platz an der Leine "spazieren" ging, während die anderen Hunde ganz normal ihre Übungen durchführten. Dabei sollte Genna mich nicht aus den Augen lassen, andere Hunde nicht beachten, nicht schnuppern bzw. den Kopf senken, an der lockeren Leine dicht bei mir laufen. Das hört sich relativ einfach an, war für Genna aber richtig schwer! Mit Clicker und unendlich vielen Leckerchen konnte sie das zum Schluß aber sehr gut.

In der vergangenen Woche habe ich mit Genna zu Hause erstmals wieder einzelne Teile der Obedience-Übungen trainiert.

Heute war nun unser erstes Training nach den vielen Wochen Aufmerksamskeitstraining und der anschließenden sechswöchigen Läufigkeits- und Urlaubspause.

Und so sieht unser derzeitiger Trainingsstand aus:

1. Verhalten gegenüber anderen Hunden
Da hat sich das wochenlange "Training" doch ausgezahlt!! Genna lässt sich kaum noch ablenken, nur als ihr spezieller Freund (Aussie Cody, mit dem sie immer zusammen im Auto zum Training fährt) zur Belohnung direkt vor ihrer Nase mit dem Ball spielen darf, verlor sie gaaanz kurz mal die Contenance.
Ansonsten wurde ihr Verhalten aber von den Trainerinnen sehr gelobt!

2. Stehen und Betasten
Das "Steh" (=Aufstehen aus der Sitzposition) kann Genna immer noch nicht.
Ähem, das haben wir aber ehrlich gesagt auch gar nicht mehr geübt...
Dafür sie steht bereits auf, wenn ich sie ganz leicht mit den Fingerspitzen an der linken (wichtig, sonst stellt sie sich schräg nach außen hin!) Bauchseite berühre, nur ganz ohne Hilfe geht das noch nicht.
Aber wenn sie steht, dann steht sie! Und das auch recht sicher, ich kann mich problemlos von ihr nach vorne wegbewegen, jemand anderes (Annika und eine Freundin) kann dann herkommen und sie von der Seite streicheln. Dabei steht sie, ohne die Pfoten zu bewegen und guckt mich unverwandt an - so toll!!! (Vor allem wenn man diese hibbelige Maus kennt!)

3. Gebiss zeigen
Das kann Genna immer noch!

4. Ablage in der Gruppe
Das haben wir heute nicht geübt, aber mir ist zwischen den einzelnen Übungen aufgefallen, dass Genna sich gelegentlich hinlegt, wenn eine entferntes Platz-Kommando von jemand anderem kommt... das muss drigend geübt werden, sonst liegt sie bei dieser Übung zu schnell!!

5. Leinenführigkeit
Tja, was soll ich sagen...


Unsere erste Fuß/Close-Übung seit Monaten war ziemlich gut!!! Genna schafft es tatsächlich, den Blickkontakt fast permanent aufrecht zu halten, somit scheint sich unser größtes Fuß-Problem (das Runtergucken nach dem ersten Schritt und erst nach 3-4 Schritten wieder Hochgucken - ein ganz typischer Fehler bei Leuten, die ihren Hund zu schnell "nur" noch für den 3. oder 4. Schritt belohnen...) zusehends in Luft aufzulösen! *sostolzaufdieMausbin*
Tja, dass das simple "Anguck-Training" diesen Erfolg bringen würde, hätte ich mir niemals träumen lassen!!!
Dabei fällt mir gerade auf, die Trainerin hat uns hier gar keine Übungen für Zuhause mitgegeben;-)

6. Freifolge
Das haben wir heute auch nicht gemacht.

7. Sitz aus der Bewegung
Auch diese Übung war heute nicht dran.

8. Kommen auf Befehl
Ich habe diese Übung in Kombination mit der 9. heute zum ersten Mal wie in der Prüfung gefordert durchgeführt. Also Genna in der Box abgelegt, die Leine dazu gelegt und Genna aus ca. 15 m abgerufen. Sie ist super schnell gekommen, hat einen schönen (fast) geraden Vorsitz gezeigt (ok, es hätte noch ein bisschen dichter sein können... aber das wäre nur was für Perfektionisten! *grins*) und ist mit Begeisterung hoch- und links um mich herum in die Grundstellung gesprungen!

(Ich liiiieebe diese Übung! Und ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, Genna trotz Punktabzugsrisiko vorsitzen zu lassen! Das sieht soooo toll aus, wenn sie freudestrahlend angerast kommt, sich vor mich setzt und dann mit überschäumender Lebensfreude um mich herum springt - soooo schööön!!)

9. Zurücksenden zum Platz
Von der Grundstellung wurde Genna dann zurück in die Box geschickt, dort lag allerdings nur ihre Leine statt dem Target-Deckel (das hatten wir nur zweimal auf dem Reiterhof ausprobiert), aber Genna spurtete begeistert in die Box, schmiss sich auf das Platz-Kommando neben die Leine und wartete, bis ich sie abholte (mich also neben sie stellte und sie dann aufsitzen ließ)! Ich war dermaßen von meinem eigenen Hund beeindruckt....!!!


10. Bringen
Das hat letzte Woche beim Üben auf dem Reiterhof noch gar nicht geklappt, denn Genna hat leider angefangen, auf dem leichten Obedience-Apportierholz herumzukauen!!

Das geht ja nun gar nicht, deshalb habe ich heute ins Training das schwere "normale" Apportierholz von Lukas mitgenommen und siehe da, damit kann man viel schlechter knautschen, dass muss man nämlich ordentlich festhalten!
Bei dieser Übung sollen wir nun bis nächste Woche die Geschwindigkeit beim Zurückkommen gesteigern und das "Hier"-Kommando möglichst ganz abbauen (das ich immer noch brauche, damit sie das Holz auch direkt zu mir bringt und mir im Vorsitz gibt).
Deshalb werde ich nun probieren, einige Schritte von Genna wegzulaufen, sobald sie das Apportel aufgenommen hat.

11. Umgang Mensch-Hund
Genna ist mit sichtlicher Begeisterung bei der "Arbeit", da braucht es kaum Aufmunterung!
Das Belohnen klappt inzwischen auch mit einem gaaaanz kurzen Spiel mit dem Spieli, das nun nicht mehr "verschleppt" wird, sondern relativ problemlos (für Gennas Verhältnisse!) gegen ein Leckerchen zurückgetauscht wird.

Also insgesamt finde ich, Genna hat das heute ganz prima gemacht, vor allem im Hinblick darauf, dass sie seit dem Frühjahr kein "richtiges" Obedience-Training mehr hatte!
Ich werde uns morgen einfach mal für die Prüfung anmelden - und dann sehen wir weiter!!! 

BH-Prüfung erledigt, nun geht's los!

Nachdem wir nun eeendlich die Begleithunde-Prüfung abgehakt haben, ist ab sofort nur noch Obedience-Training  angesagt, denn wenn alles weiterhin klappt, werden wir im Herbst die Beginner-Prüfung machen.


Im folgenden Text sind die einzelnen Übungen (kursive Schrift) und unser derzeitiger Trainingsstand (normale Schrift) beschrieben, da vielleicht ein bisschen Erklärung für die Nicht-Obedience-Freaks hilfreich ist, damit man verfolgen kann, was wir hier überhaupt machen...

Die Obedience-Beginner-Prüfung besteht aus folgenden Teilen:

1. Verhalten gegenüber anderen Hunden
Die Hund-Mensch-Teams sitzen/stehen nebeneinander in einer Reihe (ca. 3 m Abstand) und jedes Team muss der Reihe nach einzeln um die ganze Gruppe "Bei-Fuß" herumlaufen mit ca. 1 m Abstand, ohne dass die Hunde darauf reagieren.

Diese Übung üben wir auf dem Hundeplatz (und natürlich täglich auf Spaziergängen, wenn angeleinte Hunde uns passieren bzw. wir sie).
Genna soll mich in dem Moment, wenn die Hunde an uns vorbeilaufen, anschauen. Das klappt insofern schon recht gut, da dies ja seit der Welpenzeit an unser "Ablenk"-Training von anderen Hunden war.

2. Stehen und Betasten
Das Team tritt aus der Reihe bis kurz vor den Steward (das ist bei Prüfungen derjenige, der alle Anweisungen gibt, während der Richter nur zuschaut und bewertet), der Hund muss auf Kommando aufstehen und stehenbleiben. Der Hundeführer (HF) stellt sich vor den Hund. Der Steward betastet (streichelt) den ruhig dastehenden Hund. Danach geht man (aber immer erst auf Anweisung!) nach Einnehmen der Grundstellung (=Sitz, das machen wir aber nicht während des Trainings, sondern erst kurz vor der Prüfung, damit die Hunde nicht anfangen, sich sofort hinzusetzen, wenn man sich daneben stellt) zurück in die Reihe.

Das "Steh" (=Aufstehen aus der Sitzposition) kann Genna noch nicht. Das üben wir derzeit noch mit einem Leckerchen, das beim sitzenden Hund unter den Bauch geführt wird, damit er danach schaut und dadurch aufsteht. Das hat den Vorteil, dass Genna zum Aufstehen mit den Hinterbeinen nach hinten weggeht, statt alternativ mit den Vorderbeinen nach vorne kommt (wichtig für die spätere Distanzkontrolle in Prüfungsklasse 2, denn da wollen wir noch hin!!).
Das klappt aber im Moment wirklich nur mit Leckerchen. Und Fortschritte machen wir da irgendwie auch noch nicht !

3. Gebiss zeigen
Der HF zeigt auf Anweisung die (geschlossenen) Zähne seines Hundes von beiden Seiten und von vorne. Der Hund muss dabei ruhig sitzen bleiben.

 

Das können wir bereits!

4. Ablage in der Gruppe
Die Teams befinden sich immer noch in der in Übung 1 beschriebenen Reihe. Auf Anweisung werden alle Hunde abgeleint und der Reihe einzeln (auf Anweisung) nach vom Sitz ins "Platz" gebracht. Danach entfernen sich alle HF gleichzeitig ca. 20 m von den Hunden. Die Hunde müssen 2 min. liegen bleiben, ohne sich zu bewegen (einmalig darf der Hund sich aus der Sphinx-Haltung "bequem" hinlegen, muss dann aber so liegen bleiben) und ohne zu winseln(!). Danach gehen die HF wieder zurück neben den Hund. Wieder werden die Hunde der Reihe nach einzeln ins Sitz gerufen.
[Danach ist die Gruppenübung beendet und es folgen die einzelnen Übungen.]

Bei Genna kann es sein, dass sie sich auf das Kommando "Platz" der vorherigen HF hinlegt, wenn sie mich vorher nicht angeschaut hat! Das müssen wir noch gut üben. Guckt sie mich allerdings an, ist es kein Problem. Die 2 Minuten bleibt sie relativ ruhig liegen und schaut mich dabei an. Meist bleibt sie sogar die ganze Zeit in der Sphinx-Haltung.
Letztes Mal hat sie allerdings gefiept, das müssen wir dringend ändern!
Beim Wiederaufsetzen haben wir gelegentlich das gleiche Problem wie beim Legen, wenn Genna unaufmerksam ist.


(Dazu muss man sagen, dass während allen Übungen andere Obedience-Gruppen parallel auf dem Platz in recht geringem Abstand trainieren, was bedeutet, dass oft z.B gerade abgerufene oder zur Belohnung spielende Hunde vorbeiflitzen!)

5. Leinenführigkeit
Der Hund muss "Bei Fuß" mit lose durchhängender Leine links neben dem HF (Schulter auf Kniehöhe) aufmerksam mitlaufen. Der Steward gibt die Richtungsänderungen vor. Es gibt rechts, links (jew. 90° Winkel), linksumkehrt (links dicht um den Hund laufen, der sich auf der Stelle mit den Hinterbeinen nach links dreht) und rechtsumkehrt (Hund läuft rechts um HF, der sich auch nach rechts dreht) und Anhalten (=Grundstellung "Sitz" direkt neben dem HF, Schulter unbedingt auf Kniehöhe, Pfoten nicht vor den Fußspitzen des HF).

 

Da üben wir zur Zeit ausschließlich das Einnehmen der Grundstellung, da Genna mit der rechten Pfote grundsätzlich zu weit nach vorne kommt und mit dem Hinterteil etwas schräg sitzt (da sie vorne etwas weit mit dem Kopf zu mir kommt). Dabei hatte ich "eigentlich" gedacht, Genna sitzt schon ganz schön... Tja, fürs Obedience reicht es halt doch nicht!
Nun wird Genna mit Leckerchen und einem Ausfallschritt des linken Beines nach hinten im Bogen an meinem linken Bein nach vorne geführt, während das Bein ebenfalls wieder nach vorne genommen wird. Dadurch soll sie lernen, sich immer am linken Bein zu orientieren (quasi daran zu "kleben"). Ich selber muss darauf achten, beim Loslaufen aus der Grundstellung (wenn Genna mitkommen soll) IMMER mit dem linken Bein zu beginnen, während ich bei der Sitz-Übung (wenn Genna sitzenbleiben soll) unbedingt mit dem RECHTEN Bein weggehen soll!

6. Freifolge
Die Übung entspricht der "Leinenführigkeit" nur eben ohne Leine.

 
Das üben wir im Augenblick gar nicht, da wir ja nur das Einnehmen der Grundstellung trainieren. Allerdings soll eine perfekte Grundstellung automatisch dazu führen, dass der Hund sich am linken Bein orientiert und somit problemlos "bei Fuß" läuft. Schaun mer mal...!

7. Sitz aus der Bewegung
Diese Übung entspricht der Sitz-Übung aus der BH-Prüfung, nur das der Zeitpunkt des Kommandos durch den Steward vorgegeben wird. Der HF geht mit seinem Hund geradeaus, bis er (nach ca. 10-15 Schritten) die Anweisung für das Geben des Kommandos bekommt. Dann hat er 3 Sek. Zeit, das Kommando zu sagen. Der Hund muss sich sofort setzen, der HF geht weiter wieder bis die Anweisung zum Stehenbleiben kommt (ca. 20 m). Danach wieder auf Anweisung zurück zum Hund.

Bei dieser Übung sind wir derzeit am "Geradesitzen-Üben", da Genna immer (noch) schräg sitzt. Dafür setzt sie sich immer noch sehr schnell.

8. Kommen auf Befehl
Der Hund wird in die "Box" gebracht (4 Pylonen im Quadrat aufgestellt, ca. 3x3 m, die Seiten mit Gurtband markiert), dort muss er liegen bleiben ("Platz"), während der HF sich ca. 15 m weit entfernt (die Leine kann zum Hund gelegt werden für die anschließende Übung). Von dort wird der Hund abgerufen und muss entweder Vorsitzen (mit anschließendem Abschluss in Grundstellung) oder direkt in die Grundstellung kommen.

Diese Übung (in Kombination mit der folgenden) haben wir letzten Montag im Training zum ersten Mal ausprobiert und das hat Genna schon sehr gut gemacht. Im Augenblick belassen wir das mit dem Vorsitz wie in der BH, weil sie den Vorsitz und die abschließende Grundstellung so schön zeigt, obwohl das einen zusätzlichen Punktabzug bedeuten kann.

9. Zurücksenden zum Platz
Diese Übung schließt unmittelbar an die vorherige an. Nun wird der Hund aus der Grundstellung wieder zurück in die "Box" geschickt (auf geradem Weg im Galopp) und muss dort entweder erst "Steh" und dann "Platz" machen oder sich direkt auch Platz dorthin legen (in Richtung HF). Die Pfoten dürfen sich nicht über der Linie befinden. Von dort wird der Hund dann auf Anweisung abgeholt.

 

Diese gesamte Übung haben wir auch erst einmal gemacht, das hat schon super geklappt. Allerdings haben wir keine Leine, sondern wie im bisherigen Box-Training unseren bewährten Plastik-Deckel genommen. Bisher trainieren wir die Box separat, d.h. Genna wird aus allen vier Richtungen aus unterschiedlichen Entfernungen (3-15 m) in die Box geschickt. Dort legt sie sich von Anfang an bereits ohne Kommando selbst hin. Das ist ok, WENN sie richtig in der Box liegt. Sonst hätte man mit dem "Steh" und dem anschließenden "Platz" noch geringfügige Korrekturmöglichkeiten. Ich möchte Genna jedoch dazu bringen, nicht nur in die Richtung der Pylonen zu laufen, sondern die Box-Mitte selbst zu finden. Das klappt auch schon recht gut.

10. Bringen
Der HF legt einen Gegenstand in ca. 10 m Entfernung hin, während der Hund sitzend wartet, und geht zurück zum Hund. Auf Anweisung wird der Hund geschickt. Er muss schnell auf direktem Weg zum Gegenstand laufen, diesen aufnehmen und direkt zurückbringen, sich vor den HF setzen und auf Kommando (auf Anweisung) den Gegenstand abgeben. Dabei darf keinesfalls auf dem Gegenstand herumgekaut werden.

Das ist eine ganz neue Übung, da fangen wir gerade mit an. Unsere Trainerin hat erst ausprobiert, ob wir auch das Bringen von Gegenständen an sich erstmal üben müssen, aber da war Genna sehr eifrig dabei, das brauchen wir nicht separat zu üben.
Genna lernt nun, das Apportierholz erst eine Sekunde, denn zwei usw. ruhig festzuhalten, ohne darauf herumzuknautschen. Dabei soll die Zeit bis zum Loslassen immer weiter ausgedehnt werden. Im Moment lässt sie es fast augenblicklich wieder fallen, nachdem sie die Zähne kurz drumhatte. Da ist der schnelle Clickereinsatz wieder gefragt!

11. Umgang Mensch-Hund
Hier wird bewertet, wie der Hund nach einer Übung belohnt wird, ob die Verständigung zwischen Hund und Mensch vorhanden ist und der Hund die ganze Zeit freudig arbeitet.

 

Das können wir nicht separat trainieren, das wird durch die anderen Übungen mittrainiert. Genna ist aber immer freudig bei der Sache und an der guten Verständigung arbeiten wir auch! Das ruhige (!) Belohnen müssen wir noch ein bisschen üben, aber das wird schon besser!

Wer es noch genauer wissen möchte, der findet z.B. auf der VDH-Website die aktuelle Obedience-Prüfungsordnung, die ich hier sehr "verkürzt" in eigenen Worten wiedergegeben habe.

Einstieg ins Obedience-Training

Rückblick September 2009

  Am Montag war ich mit Genna zum ersten Mal seit Wochen wieder auf dem Hundeplatz! Zuerst hatte sie ja Schonfrist wegen der Knieschreibe, danach war ich im "Schulabschluss-Stress" und die letzten drei Wochen waren wir ja im Urlaub. Ich hatte schon etwas Bammel, ob wir wieder ganz bei Null anfangen müssen, da wir gar nichts gemacht haben...!

Aber anscheinend war die Pause goldrichtig gewesen: Genna war absolut super!! Viel ruhiger als früher, viel konzentrierter (nü ja, "ruhiger" ist irgendwie der falsche Ausdruck für dieses Powerpaket!)! Als ob sie in den letzten sechs Wochen "erwachsen" geworden wäre! Wir sind in einer Gruppe mit einem weiteren Anfänger und 2 etwas Fortgeschritteneren (die dann immer schön die Übungen vormachen!) und einer sehr netten Trainerin.

Nun geht es also richtig los mit unserem Obedience-Training! Da wir am Montag sooo viele verschiedene Übungen gemacht haben (und als "Hausaufgaben" mitbekommen haben), hatte ich schon Bedenken, davon die Hälfte zu vergessen...
Also dachte ich: besser immer schön aufschreiben!  Ich fange einfach mal damit an:

Zu den einzelnen Übungen habe ich für diejenigen, die vielleicht bisher noch keine Erfahrungen mit Obedience gemacht haben, manchmal eine kurze allgemeine Erklärung gemacht – wie gesagt, ich bin ja auch noch ein absoluter "Beginner" (so heißt auch die Anfängerprüfung im Obedience, natürlich erst nach der Begleithundeprüfung).
Später werde ich natürlich nur noch von unseren Problemen und/oder Fortschritten (hoffe ich doch sehr!!) berichten.

Aufmerksamkeitsübung
Genna sitzt neben mir und soll mir in die Augen anschauen – 10, 20, 30... Sekunden lang ohne wegzugucken. Das Ganze dann ebenfalls mit Ablenkung (ein Hund wird z. B. daran vorbeigeführt, eine Person kommt und bleibt vor uns stehen).
Das haben wir seit Welpenzeit geübt, das kann sie schon sehr schön. Ok, mit Ablenkung guckt sie schon mal kurz weg, schaut mich aber sofort wieder an.
Der nächste Schritt wird nun sein, dass ich sie dabei nicht mehr anschaue. Dazu wird mit einem Spiegel oder durch eine zweite Person kontrolliert, ob sie auch schaut. Da fangen wir natürlich mit einer kürzeren Dauer wieder an.

"Close" ("Bei-Fuß")
Nachdem Genna in den vorhergehenden Gruppenübungsstunden natürlich bereits "Fuß" kennen gelernt hatte, aber durch die permanente Ablenkung durch die anderen Hunde bisher immer zum Vorpreschen neigte, habe ich mich entschlossen, für die korrekte Durchführung der Obedience-Übung (bzw. für das Training zur Begleithundeprüfung) einfach ein neues Kommando ("Close") einzuführen. Das hat zudem den Vorteil, dass ich weiterhin das normale Kommando "Fuß" habe, um irgendwo vorbei zu kommen, dabei aber nicht die (seeehr präzise!!) Obedience-Übung kaputt mache.
Im Moment lernt Genna eigentlich eher, die Grundstellung (rechte Hundeschulter direkt neben meinem linken Knie, dabei mich anschauen) einzunehmen und zu halten. Dadurch, dass ich sie von Anfang an mit einem Leckerchen in einem kleinen Bogen an meine linke Seite geführt habe, sitzt sie bereits ziemlich korrekt. Nun werden einzelne (!) Schritte geübt, wobei sie selbstständig an meinem linken Knie "kleben" und sofort wieder an meinem Knie sitzen und mich die ganze Zeit dabei anschauen sollte. Also Schritt-Sitzen-Leckerchen-Schritt-Sitzen-Leckerchen usw..
Da das schon sehr gut klappt, "dürfen" wir nun bereits mehrere Schritte üben.

"Touch" (Vorübung zur "Box")
Bei der "Box"-Übung soll Genna (... später einmal...) aus einer gewissen Entfernung in ein durch Hütchen (Pylonen) markiertes Viereck geschickt werden und sich dort hineinlegen.
Wir üben nun erst einmal das Kommando "Touch", bei dem sie einen Gegenstand (bei uns einen kleinen Plastikdeckel) mit der Nase berühren soll. Da ich nun vermehrt mit dem Clicker arbeite (auch das ist für uns ja ziemlich neu), hat Genna das ruckzuck kapiert. Inzwischen ist sie aber so schnell da dran, dass sie das Teil in die Schnauze nimmt!  Mal gucken, wie wir das hinkriegen. Ich klicke zwar in dem Moment, in dem sie drankommt, aber sie nimmt das Teil trotzdem auf und lässt es dann sofort wieder los, um das Leckerchen zu fressen.
Wenn wir das wieder hinbekommen haben, wird der nächste Schritt sein, die Entfernung zum Deckel zu vergrößern. Später sollte sie sich zusätzlich noch davor hinlegen (das macht sie jetzt manchmal auch schon).

"Sitz" aus der Bewegung
Aus dem lockeren Nebenher-Gehen (muss nicht "Bei-Fuß" sein) soll Genna sich auf "Sitz" sofort hinsetzen. Das erreiche ich zur Zeit noch (wie fast alles...) mit einem Leckerchen, das beim Laufen in der Faust praktisch vor ihre Nase gehalten wird und bei "Sitz" in der gestreckten Hand vor ihrer Nase stehen bleibt und leicht hoch gehoben wird, während ich noch einen Schritt weitergehe und ihr das Leckerchen dann vor ihr stehend gebe. Hä? Das ist etwas schwierig zu beschreiben. Also ich laufe sozusagen am sich hinsetzenden Hund einen Schritt vorbei, während meine Hand vor/über ihrer Nase bleibt. Dadurch setzt sich Genna sehr schnell hin. Das üben wir aus verschiedenen Situationen heraus (nicht nur aus der "Bei-Fuss"-Position, sondern auch, wenn sie irgendwo steht oder läuft). Wichtig ist dabei, dass sie sich schnell setzt.

Vorübungen zum Apportieren
Als Vorübung zum Apportieren darf Genna mir ein Spieli bringen (Ball oder was auch immer). dabei üben wir nun, dass sie es mir nicht einfach vor die Füße wirft (und schon dreimal nicht damit fortläuft!!!), sondern mir in die Hand legt. Das scheint mir derzeit Gennas schwierigste Übung zu sein...

Spielen lernen
Da Genna bei Zerrspielen immer in Nullkommanix auf 180 hochfährt und nur schwer wieder hinunter zu bekommen war, habe ich bisher die sehr beliebten Belohnungs-Zerrspiele vom Hundeplatz/Training verbannt und beim Üben nur noch mit Leckerchen belohnt. Da wir aber ein Belohnungsspiel für spätere Übungen brauchen (z.B. um die Geschwindigkeit beim Zurückkommen durch die Motivation, dass gleich ein Spieli geworfen wird, zu steigern), müssen wir nun üben, seeehr dosiert zu spielen.
Das ist auch eine schwierige Übung für den Wirbelwind Genna!

Genna macht das Training auf jeden Fall unheimlich Spaß!!!

Es erstaunt mich immer wieder, wie gut sich dieser äußerst lebhafte, springlebendige Hund über einen so langen Zeitraum konzentrieren kann!!