Quer durch den Wald...

Auf unserer nachmittäglichen Tour durch den Wald haben wir heute mal einen anderen Weg genommen.

Auf dieser neuen Strecke ging es eine ganze Weile am Waldrand entlang durch die Sonne. Obwohl die Temperaturen nicht mit letzter Woche vergleichbar waren, war die Spätnachmittagssonne doch noch ganz schön  warm. Deshalb kam mir die Idee, nach einer Abkürzung zu suchen, statt in der Sonne den ganzen Weg zurückzuradeln.

 

Als wir eine Hundehalterin, die mit ihrem Terrier gerade fleißig Apportieren übte, überholten, konnten wir nach der gewünschten Abkürzung fragen.

Noch eine Weile geradeaus (durch die Sonne) und dann gäbe es einen Feldweg durchs Maisfeld, da käme man vermutlich in der Nähe der Campingplätze raus, meinte die Hundehalterin.

 

 

Ok, dann mal los! Nach hundert Metern sah ich allerdings einen hübschen Pfad, der abseits der breiten Waldwege quer durch den Wald in die gewünschte Richtung führte. Das erschien mir doch eine schöne und vor allem schattige Alternative! Als ich der Hundehalterin zurief "Ich glaube, wir probieren diesen Weg!", meinte sie nur skeptisch: "Ich weiß nicht, nach dem ganzen Regen...".

 

Ach, was kann denn da so schlimm sein, mitten im Wald!? Es hatte doch seit zwei Tagen nicht mehr geregnet. Also "ab durch die Mitte"!

Na also, war doch gar kein Problem! Nach dem Durchqueren des ersten Gebüsches am Wegesrand kam ein schöner, breiter Trampelpfad zum Vorschein, der durch den lichten Wald führte. Was die Hundehalter wohl meinte? Hier war ein wunderschöner Waldboden, perfekt für Hundepfoten und ebenfalls prima für das Fahrrad.

 

 

 

Nach einer Kurve allerdings veränderte sich der Wald ziemlich unvermittelt! Das Gestrüpp rechts und links wurde immer undurchdringlicher. Dornenranken hingen quer über den Pfad, der immer schmaler und schmaler wurde und sich durch den dichten Wald schlängelte! Irgendwie erinnerte die Optik eher an einen Urwald …

 

…der vor kurzem von einem heftigen Unwetter heimgesucht worden war!!!

 

Denn nun ging es richtig los! Der bisher trockene, feste Weg verwandelte sich in ein schlammiges moorähnliches Gewabbel!!! Und wir mitten drin! Klar, dass ich versucht hatte, die erste Schlammpfütze wie eine normale Pfütze zu durchfahren…

Nur zur Info: Es geht nicht!! *grummel*

Die Reifen bleiben stecken und rutschen zur Seite… Da hilft nur eines: Fuß runter in den Matsch, sonst liegt man mittendrin!!! Igitt, ein schwarzbraunes, stinkendes Schlammbad… bääääh!! Nein, das braucht keiner!! Also tapfer abgestiegen und zu Fuß weiter! Ach ja, das Gennatier ist da natürlich elegant darüber gesprungen und hat kein Pfötchen beschmutzt…

 

So ging es noch etliche hundert Meter weiter - Schlammloch an Schlammloch - bis der „Urwald“ sich plötzlich wieder brav zurückverwandelte!

Da konnte man auch wieder beruhigt absteigen und Fotos machen (ohne die Füße zu "baden" - ich hatte Crocs an... wisst Ihr, wie sich das anfühlt, wenn vorne durch die Löcher kalter Schlamm quillt.......??? Dabei hatte ich Schlamm in der vergangenen Woche zur Genüge zwischen den Zehen... *grrrr*)

Genna hat das Ganze nicht gestört, sie fand aber die - wie ich vermute - Wildschweinsuhle höchst interessant... ;-)

 

P.S. Die Fotos sind ziemlich mies, ich hatte nur die kleine einfache Digicam dabei... sorry!

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